So. Aug 1st, 2021
blogykid

Einführung

Mensch und Tier sind Gottes Schöpfung. Respekt in ihrer Lebensweise zu erweisen, bedeutet auch Ehrfurcht vor Gott. In einigen Fällen kommen Mensch und Tier unerwartet in Kontakt und der Überlebensinstinkt tritt ein. Was würden Sie tun, wenn Ihnen dieses Szenario vielleicht passieren würde?

Eine Kreatur in der Notaufnahme

Es war gegen 10:00 Uhr morgens in der Notaufnahme (ER) des RIPAS-Krankenhauses, als ein männlicher erwachsener Patient unruhig mit einer Schlange um seinen linken Arm kam und der besagte Mann seinen Kopf mit der rechten Hand hielt. Mir wurde damals die Aufgabe übertragen, die leitende Krankenschwester zu sein.

Notfallabteilung

Die Zahl der Patienten, die an diesem Morgen in die Notaufnahme kamen, betrug ungefähr hundert, aufgeteilt in die Ambulanzabteilung, die Tagesstation, die Wagenbereiche, den Umkleide- und Nähraum und die Reanimationsräume. Zu dieser Zeit waren Notärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal und andere Mitarbeiter des Gesundheitswesens anwesend. Jedem Bereich wurden spezifische Personalzuweisungen sowie Anweisungen zu Aufgaben und Verantwortlichkeiten zugewiesen.

Ein seltsamer Besucher

Hier kommt der Patient mit einer Schlange in den Händen. Dies verursachte zunächst ein gewisses Chaos in der Notaufnahme, als der Patient in großer Angst und Unruhe sah. Die Situation wurde später nach dem Erstgespräch kontrolliert. Die meisten Mitarbeiter der Notaufnahme vermied es, wenn sie den Patienten sahen, sich ihm zu nähern, da der Instinkt, nicht gebissen zu werden, auf natürliche Weise die Oberhand gewann. Zwei männliche Pflegekräfte näherten sich dem Patienten aus einigermaßen sicherer Entfernung. Auf Anweisung wurde er in den frei gewordenen Reanimationsraum geführt. Nach kurzer Sicht stellte sich heraus, dass die Kreatur, die sich um den Arm des Mannes gedreht hatte, eine Klapperschlange war, eine der bekanntesten – und zweifellos eine der giftigsten – Schlangenarten der Welt.

Geschichte des Falles

Der Patient fegte am Morgen im Hof ​​seines Hauses. Während er mit einem Besen eine kleine dunkle Stelle unter dem Haus säuberte, spürte er plötzlich, wie sich etwas wie ein gespanntes Seil um seinen Arm wickelte. Durch die Kombination von Taubheit und Angst wurde der Patient sofort unruhig. Auf die Frage, ob er gebissen wurde, antwortete der Patient, dass er es nicht wisse, weil sich sein Arm taub anfühle, aber seine Reflexe waren schnell – und definitiv lebensrettend – indem er mit der anderen freien Hand den Kopf der Klapperschlange hielt. Interessant ist die Tatsache, dass das Haus des Mannes in der Nähe eines Waldstücks liegt. Er war zum Zeitpunkt des Vorfalls allein zu Hause – das nächste Nachbarhaus war hundert Meter entfernt.

Zugangsmethode

Nach der vollständigen Anamnese des Patienten bestand die erste Anweisung des Notarztes darin, den Patienten zu beobachten. Natürlich konnten die Vitalparameter aufgrund der heiklen und potenziell gefährlichen Situation nicht gemessen werden. Der Patient war auffallend blass und schwach aussehend. Die Mitarbeiter der Notaufnahme machten sich Gedanken über Möglichkeiten, die Schlange aus dem Arm des Mannes zu entfernen. Die erste Methode, die vielen in den Sinn kam, war, das giftige Reptil zu töten. Ein anderer wurde von einem alten Zuschauer vorgeschlagen, der zufällig von der Diskussion hörte – er schlug vor, Honig zu verabreichen. Auf dem gesamten Krankenhausgelände wurde jedoch kein Honig gefunden. Ein dritter vorgeschlagener Weg war die Gabe von 50% Dextrose. Die meisten Mitarbeiter stimmten der letzten Technik zu. Für den ersten Versuch gaben die Mitarbeiter der Schlange über eine 10-ml-Spritze 10 ml der 50%igen Dextroselösung; die Lösung wurde durch Tropfen in den Mund des Reptils verabreicht. Nach einigen Minuten schwächte das Reptil allmählich seinen Halt am Arm des Mannes und es fiel schließlich auf den Boden.

Das Personal kümmerte sich sofort um den Patienten und legte ihn zur Überwachung aufs Bett. Der Wärter erhielt dann die Anweisung, die Schlange sofort zu nehmen und zur Untersuchung auf einen geschlossenen Korb mit Löchern zu legen.

Behandlung

Der Patient war zu diesem Zeitpunkt noch schwach. Vitalzeichen wurden überwacht. Er wurde mit Sauerstoff versorgt und mit intravenösen Flüssigkeiten infundiert. Nach einer vollständigen körperlichen Untersuchung erhielt er auf Anordnung des Notarztes eine Anti-Tetanus-Injektion und eine Anti-Gift-Injektion. Der Patient wurde zur Beobachtung auf der Tagesstation aufgenommen. Er wurde wenige Tage später in verbessertem und gutem Zustand entlassen.

Was ist mit dem seltsamen Besucher passiert?

Nachdem die Schlange zur Untersuchung ins Labor geschickt wurde, wurde bestätigt, dass es sich um eine giftige Sorte handelt. Das Töten des Reptils war jedoch keine gute Option. Das Reptil wurde einige Stunden lang beobachtet, bis es sich erholte und schließlich in seinen natürlichen Lebensraum zurückgebracht wurde. Das Töten giftiger Kreaturen sollte nicht reflexartig oder routinemäßig erfolgen – denn alle haben auf die eine oder andere Weise Vorteile. Im Fall des Schlangengifts haben weitere Forschungen gezeigt, dass es ein Heilmittel für bestimmte Krankheiten sein kann. Daher sind die Erhaltung des Lebens und seiner Ökologie für den Ausgleich der Biodiversität unerlässlich.


Von admin

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